Die GALERIE LISTROS präsentiert einmal im Monat einen Künstler oder eine Künstlerin aus der Kunstsammlung A DREAM IN A BOX. Die Werke dieser Sammlung sind käuflich zu erwerben.
Kunst als Antrieb eines sozialen Wandels ist unser Ausgangspunkt. Alle LISTROS KünstlerInnen suchen den Dialog und nehmen eine offene Perspektive auf den Gegenstand Afrika und die Listros in Äthiopien ein.
Wir laden auch Sie zu einem Perspektivwechsel ein. Schauen Sie in unsere Sammlung und nehmen Sie teil an den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen in unseren Räumen.

im listrosjahr 2010. Die unvergessene Ausstellung in der GALERIE LISTROS zeigte 12 Gemälde, die der Künstler parallel zu dem von ihm betreuten Projekt mit btk-StudentInnen "Perspektivwechsel - 1. BERLINER GLANZWERKE" im Atelier schuf.
Doch auch danach blieb er bei seinen Reflexionen auf den Gegenstand LISTROS. Er änderte jedoch Form- und Farbgebung.

Ernst Baumeister ist gewissermaßen ein LISTROS Künstler der ersten Stunde. Er kam 2003 der Anfrage nach, ein künstlerisches Objekt zum Thema Afrika, Listros in Äthiopien herzustellen.
Mit dem Gegenstand Afrika hatte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht näher befasst. Auch in den kommenden Jahren blieben die Begegnungen sporadisch. Erst vor kurzem hat er einen neuen und intensiven Bezug hergestellt, der einen neuen Prozess in Gang gesetzt hat.

Lupe Godoy gehört zu der Gruppe von 29 KünstlerInnen, die seit 2003 mit LISTROS verbunden ist. In zahlreichen Bildern, Collagen und Aktionen hat sich sich mit dem Thema der Listros auseinandergesetzt. In Rahmen der 1. Berliner Glanzwerke hat sie mit den SchülerInnen 4. Klasse der Hunsrück-Grundschule gearbeitet und mit ihnen eindrucksvollen Collagen erstellt.
2008 reiste sie mit anderen KünstlerInnen nach Äthiopien und schuf im Anschluss daran Gemälde, die ein Jahr später in der Ausstellung „Die Reise danach“ zu sehen waren.
"Eigentlich wollte ich dort mit Papier von der Straße arbeiten, doch habe ich außer Zigarettenpapier und Geldscheinen nichts gefunden. Dennoch entstanden auf der Reise 80 Collagen, mit dem was ich fand,“ erinnert sie sich in einem Interview. „Ich war inspiriert, konnte sehr gut dort arbeiten. Ich habe mich zu Hause gefühlt. Vor der Reise hatte ich ein Bild begonnen, das einen leeren Koffer zeigt. Als ich es hinterher weiter bearbeitete, tauchten grelle Farben auf. Das Orange um den Koffer.“
Viele weitere Eindrücke und Erinnerungen sind ihr geblieben. Die Farbe Orange hat sie seitdem in ihrern künstlerischen Arbeit nicht mehr verlassen.

In ihrer Auseinandersetzung mit dem Gegenstand Afrika entwickelte Jessica Sommer die Idee die vier Gemälde "Wenn ihr wegschaut" (2003), "Out of sight" (2005), "Gerüchte I" (2005) und Gerüchte II (2005)
In einem Interview fragten wir die Künstlerin, wie sie zu ihren Motiven bei den Gemälden „Gerüchte“ I und II fand.
„Dawit hatte mal erzählt, dass eine Schuhputz-Kiste für die Kinder mit einer eigenen Firma einer Existenzgrundlage gleichzusetzen ist. Er schilderte, wie hart es ihn getroffen hatte, als seine Kiste eines Tages weg war, offensichtlich geklaut. Ich habe versucht, mich in die jungen Listros hineinzuversetzen. Die Plätze, an denen die Listros ihre Dienste anbieten, stelle ich mir als Orte des regen sozialen Miteinanders vor, wo sowohl Neuigkeiten als auch Gerüchte in Windeseile die Runde machen. Ich stelle mir vor, wie jüngere Geschwister als Informanten die Aufmerksamkeit ihrer älteren Geschwister gewinnen können (vielleicht wird manches Gerücht - wie überall auf der Welt - zu diesem Zweck noch etwas ausgeschmückt?). Wie wird man damit fertig, wenn einem die Kiste geklaut worden ist. Wer sind die Mitwisser? Wird man sich durchsetzen können? Kann man sich jetzt das Schulmaterial noch leisten? Wieso steht das Mädchen da jetzt überhaupt so untätig auf der Straße herum? Gehört sie jetzt eigentlich überhaupt noch zur Listros-Clique?“
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